Valve & Co wurden abgemahnt

Der deutsche Dachverband der Verbraucherzentralen und verbraucherorientierten Verbände, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) , hat den Machern von HalfLife², Vivendi Universal Games und Valve, eine Abmahnung zukommen lassen.

Laut Golem.de werfen die Verbaucherschützer den beiden Firmen vor, die Hinweise bezüglich der Systemanforderungen bzw. Systemvorausetzungen auf den deutschsprachigen Verpackung des Spiels irreführend und nicht transparent gestalltet zu haben.

Zum einen bemänglte der vzbv in seiner strafbewehrten Unterlassungserklärung das nur in englisch vorliegende „Steam Subscriber Agreement“. Bei Verträgen mit einem deutschen Verwender und dessen ebenfalls deutscher Kundschaft sei die Verständlichkeit der AGBs (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) ein muss, sie also auch für Menschen mit keinen oder kaum vorhandenen englischen Sprachkenntnissen lesbar sein müssen. Auch die Begründung wieso die AGBs nur in englischer Sprache vorliegen sie unwirksam.

Der vzbv benstandete des weiteren die nicht wirklich eindeutig gehaltene Information auf der Verpackung bezüglich der notwendigen Internetverbindung. Diese sei Irreführend, so der Verband, und würde dem Verbraucher nicht eindeutig klar machen, das er nicht nur für die Multiplayer-Komponente des Spiels eine Internetverbindung benötigt! Ok, jetzt werden vielleicht die Gamer unter den Lesern sagen „Das war doch klar“, doch Otto Normal und Lisa Müller von nebenan war das anscheinend nicht klar genug. Anders kann ich mir zumindest nicht die, größtenteils hangemalten DIN A4 grossen Schilder erklären, die z.B. bei Media-Markt in der Spielecke hingen und noch einmal ausdrücklich darauf hinwiesen, das für HL² eine Internetverbinung zwingend nötig ist.

Sollten Vivendi und Valve die Unterlassungserklärung unterzeichnen und die vom vzbv beanstandeten Mängel nicht ausbessern, droht ihnen eine Konventionalstrafe von 6.000 € pro Zuwiederhandlung.

Tja, was soll ich dazu sagen… zugegeben, ein leichtes Grinsen kann ich mir nicht verkneifen, schließlich haben wir, die Gamer, und nicht erst seit gestern über den einen oder anderen Punkt aufgeregt. Ich finde zwar nach wie vor, das Steam eine durchaus sinnige Erfindung ist – gerade was zum Beipiel BugFixes und Updates angeht – aber eine Internetanbindung für ein Singleplayerspiel als eine „Pflichtkomponente“ zu sehen halt ich für übertrieben.