Guillaume Tena verurteilt

Vor ein paar Wochen machte eine News Schlagzeilen, in der berichtet wurde, das der französische Student Guillaume Tena für das publizieren einer Sicherheitslücke angelklagt wurde (d.2k-Post).

Nun kam es in diesem Fall zu einem Urteil, das einige sehr erstaunen dürfte. Der in den USA lebende französische Student wurde gestern für das Aufdecken eines Sicherheitsproblems in einer Antiviren-Software zu einer Geldstrafe von 5000 € auf Bewährung verurteilt.  Das Gericht blieb dabei jedoch deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte 6000 € und 4 Monate haft auf Bewährung verlangt.

Was allerdings bleibt ist die Tatsache, das in Frankreich nun offenbar auch das Disassemblieren und Reverse Engineering von Closed-Source-Software verboten ist, was die Arbeit von Sicherheitsspezialisten erheblich erwschwert.

Nebenbei bemerkt ist es auch das erste mal, das in Frankreich jemand für das Veröffentlichen einer Sicherheitslücke bzw. Exploits verurteilt wurde.

Da stellt sich mir nun die Frage : Sind eigentlich nun Seiten wie bugtrack.org oder die Mailing-List "Full-Disclosure" in Frankreich illegal?