Postbank-Phishing – Sie können es nicht lassen

Dieses Schreiben erhielt ich gerade per E-Mail.

Sehr geehrter Kunde,

Da es viele Betrugsfaelle mit den Konten von unseren Bankkunden zustande gekommen sind, bitten wir Sie, eine neue TAN-Kodesabsicherung zu benutzen, um die Sperrung von Ihrem Konto zu vermeiden.

Die TAN-Absicherung besteht darin:

Sie tasten zwei TAN-Nummern in die elektronische Form ein und streichen bei Ihnen diese Nummern aus. Fuer den Fall, dass der Misstaeter Ihre TAN-Codes abfaengt und sie zu benutzen versucht, so wird Ihr Konto bis zur Klaerung der Sachlage gesperrt. Danach benutzen Sie alle Nummern, ausser diesen 2, der Reihe nach weiter.

Um den Abgang der Mittel von Ihrem Konto zu vermeiden, bitten wir alle, die Form auszufuellen, da wir die Mittel nicht vergueten, die zufolge dem Diebstahl von Ihrem Online-Zugriff zu unserem Bankkonto verlorengegangen sind.

Sie koennen die Form bei ausfuellen

Darüber kann ich doch nur ganz laut lachen. OK, ich bin kein Postbankkunde (werde es auch nie sein), aber, mal ehrlich, wer fällt denn in der heutigen Zeit noch auf so etwas rein? Alleine der Text sollte jeden halbwegs intelligenten Menschen höchstens zu lauten Lachanfällen verleiten  und nicht dazu bringen auf irgend einer Internetseite seine Kontodaten einzugeben.

Auch die URL, die mal wieder auf irgend eine Server mit, zugegeben, einer sehr guten Kopie der Postbankseite führt, sollten spätestens hier auch den arglosesten I-Net User mistrauisch stimmt.

Um so erschreckender finde ich es, das es wohl immer noch Leute zu geben scheint, die dieser Aufforderung folge leisten und brav ihre Daten eingeben, denn sonst würden die Macher solcher Pishing-Attacken wohl kaum immer wieder diese Masche fahren. Erschreckend .. oder ?

4 thoughts on “Postbank-Phishing – Sie können es nicht lassen

  1. Ich glaube, dass sehr viele Leute darauf reinfallen werden. Vorallem ältere Menschen oder andere Personen, die sich mit dem Thema „Internet“ nicht so wirklich auskennen, werden hier ausgetrickst.

  2. […]andere Personen, die sich mit dem Thema “Internet” nicht so wirklich auskennen[…]

    Genau die sind das Problem und werfen die berechtigte Frage nach einem Internetführerschein wieder auf! Autofahren darf, zum Glück, auch nicht jeder, also wieso sollten alle alles im I-Net machen dürfen. Frei nach dem Motto :

    Kein INet-Führerschein = Surfen: Ja, Homebanking: Nein

  3. Warum sind Sie eigentlich kein Postbank Kunde. Die Postbank wurde gerade wieder wegen ihres guten Online-Bankings gelobt. Die Betrüger können wir leider nur bremsen durch Begrenzungen der Überweisungshöhen (dann wird der Schaden nicht so groß) und Veränderungen im TAN-System – da sind wir gerade bei. Andere Ideen?
    Beste Grüße Marion Dalmyn

  4. Hm .. PB hat mich noch nie wirklich interessiert, bin mit meiner Bank sehr zufrieden!

    Begrenzung der Überweisungshöhe ist zwar ein Ansatz, aber letztendlich ist auch nur eine mittelfristige Lösung. Wenn ich den Personal- und Zweigestellenabbau der Banken einmal etwas „frei“ interpretiere, soll doch der Kunde irgendwann seine kompletten Bankgeschäfte vom Homeoffice aus erledigen. Bei einer festgelegten Überweisungshöhe von Summe X kann das bei einigen Transaktionen dann doch sehr nerven.

    Mein Lösungsansatz (solange biometrische Auth.-Verfahren nicht möglich/zu teuer/kein standard sind): ein Internetführerschein muss her! Nur wer diese besteht, darf mehr als nur Surfen und sich lustige Bilder im www anschauen!

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