Heise vs. Musikindustrie – Teil III

In dem schon vor einiger Zeit hier erwähnten Rechtsstreit der Musikindustrie gegen den Heise Verlag liegt nun das Urteil der ersten Instanz vor. Viel neues gibt es dort allerdings nicht zu erfahren. Heise Online darf Kopierschutzknacker beim Namen nennen, aber nicht verlinken, einen eindeutigen Sieger gibt es nicht.

Ein wenig amüsiert bin ich allerdings über die Formulierung "das Setzen des Links werde das Auffinden ‚um ein Vielfaches bequemer gemacht‘ und damit die Gefahr von Rechtsgutverletzungen erheblich erhöht"(Zitat: Heise.de). Klar, ein Link ist schon eine super Sache, aber .. mal ehrlich .. gerade in der heutigen FireFox-Zeit reicht doch schon ein Name aus. Vom "bequemen Drag&Drop in die Suchmaschinenleiste" des FF hat wohl noch niemand etwas gehört, oder bin ich gar der einzige der diese Funktion nutzt?

Und überhaupt, was ist denn nun mit Google, Yahoo, MSN etc ? Werden diese Unternehmen nun auch verklagt? Und darf man dann überhaupt einen Link auf eine Suchmaschine auf der eigenen Seite plazieren?, denn schließlich kann man über diese ja auch auf z.B. Kopierschutzknacker kommen … oder besser gesagt diese durch die Suchmaschine "bequemer finden".

Hoch interessant finde ich auch den Streitwert. Dieser wurde vom Gericht auf 500.000 Euro festgelegt und durch die "ganz erheblichen Gewinnausfälle" der Musikindustrie sowie aus dem hohen "Angriffsfaktor" infolge der Bedeutung von heise online für die Information von IT-Interessierten"(Zitat Heise.de) begründet.

via Heise.de