Wikipedia als Taschenbuch

Wie der Verlag Directmedia heute angekündigt hat, sollen auf Basis der freien Enzyklopädie Wikipedia bald Taschenbücher herauskommen.
Angespornt durch die durchweg positiven Verkaufszahlen der DVD will Directmedia unter dem Projektnamen "Wiki Press" nun auch die Menschen erreichen, die ohne PC, Internet und DVD-Laufwerk "ihr Dasein fristen".

Die Werke sollen, je nach Thema zwischen 128 und 256 Seiten umfassen (als gut 1/4 MB *sfg*) und zu einem Preis von 6 – 10 Euro in die Regale kommen. Wie die DVD soll auch das Buch neben der kostenpflichtigen ebenfalls als kostenlose Version (pdf) zur Verfügung stehen. Laut DirectMedia sind pro Jahr ca. 50 Titel geplant, der erste Band soll aber zunächst nur 10 Titel umfassen.  20 weitere sollen dann mit und 20 ohne offiziellen Termin veröffentlicht werden.

Um die gewisse, für Wikipedia typische Interaktivität zu wahren, soll jedem Wiki Press Buch eine sogn. "Bearbeitungskarte" beigelegt werden, mit der Leser die Möglichkeit erhalten, aktiv an den Inhalten der Bücher mitzuarbeiten. Wird von einem Buch eine neue Auflage gedruckt, werden die Autoren der Änderungen mit dem Vermerk "Eingeschickt von …" bedacht.

Tja, bleibt abzuwarten, ob die Wikipedia-Bücher eine Konkurenz für Brockhaus werden und ob sich die "großen" aus der Welt der gedruckten Enzyklopädien nun warm anziehen müßen. Ich für meinen Teil freue mich schon auf "Wikipedia, das Buch". Vielleicht gibt es ja auch eine Ausgabe mit der Hommingberger Gepardenforelle!

via golem.de

2 thoughts on “Wikipedia als Taschenbuch

  1. Ich lobe mir dieses Vorgehen: Wikipedia ist die wohl ausführlichste, kostenfreie Enzyklopädie; warum nicht also auch in gedruckter Form. Jedoch sollte man auch einmal anprangern, dass man dort Geld mit freier Leistung machen möchte. Oder werden die Einnahmen wohltätigen Zwecken gespendet?

  2. Das wohl weniger, allerdings denke ich, das der Profit, den DirectMedia mit den Wikipedia Büchern und DVD´s machen wird, kaum erwähnenswert sein wird. Material, Logistik etc kostet schließlich auch Geld, außerdem bringen Vorhaben wie diese auch immer ein gewisses Risiko mit sich, das im Falle eines Flops komplett von DirectMedia getragen werden muss.

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