Die 64-bitter kommen

Auf der WinHEC 2005 in Seattle hat Chairman und Chief Software Architect von Microsoft, Bill Gates, heute offiziell die neuen 64-Bit-Betriebssysteme Windows XP x64 und Windows Server 2003 x64 vorgestellt.

Die von Gates in seiner Keynote vorgestellten Betriebssysteme sind allerdings nicht mehr ganz so frisch wie man denken mag. Schon seit Wochen konnte man sich diveres RC´s auf der Microsoft Homepage herunterladen und auch die Final war, zumindest für MSDN-Abonnenten, schon seit Anfang April im Internet verfügbar. Neu ist jedoch die Tatsache, das Besitzer einer Windows XP Professional Lizenz kostenlos auf die 64-Bit-Ausführung von Windows XP wechseln können … sofern sie denn im Besitz von 64-Bit-Hardware sind!

Apropos Hardware, im Unterschied zu Windows Server 2003, bis Ende Juni als Upgrade und Vollversion in den Regalen stehen soll, wird Windows XP Professional x64 wohl nur den OEMs und System-Buildern vorbehalten sein. Allerdings hat Microsoft auch ein kleines "Hintertürchen" gelassen. Nach Angaben der Redmonder muss man keinen neuen Rechner kaufen, um an ein 64-bittiges Windows XP zu gelangen, bereits der Kauf einer beliebigen Microsoft-Hardware (zum Beispiel einer Maus) vom Händler um die Ecke berechtige zum Erwerb der OEM-Lizenz. Daneben gibt es für alle MSDN-Abonnenten die Möglichkeit, die 64-Bit-Betriebssysteme von den MSDN-Seiten herunterzuladen.

Auch zum Preis gibt es inzwischen einige Details. So soll das neue XP nicht mehr kosten als sein 32-bittigen Vorgänger, in der System-Builder-Version ohne Handbuch und ohne Anspruch auf kostenlosen technischen Support also gut 130€, ein Upgrade soll schon für knapp 12 € möglich sein.

Weiterhin wurden Details über die Lokalisierung gemacht. Ein komplett übersetztes Windows XP Prof.  x64 wird es nur in Englisch und Japanisch geben, deutsche Anwender bekommen lediglich eine eingedeutschte Bedienoberfläche.

via betanews.com