Brockhaus besser als Wikipedia?

Diese Meinung vertritt zumindest der Brockhaus-Sprecher Klaus Holoch in einem Interview mit dem Deutschlandradio. Laut Holoch besticht die freie Enzyklopädie Wikipedia zwar durch Masse aber nicht durch Klasse und würde auch in Punkto fachlicher Kometenz nicht an den gedruckten Brockhaus heranreichen.

Nun ja, hätte mich auch gewundert, wenn Herr Holoch etwas anderes behauptet hätte, nur komisch das solche Äußerungen pünktlich zum ersten Wikipedia-Kongress auftauchen. Erst am Mittwoch hatte das Portal Bildungsklick.de einen Artikel veröffentlicht, in dem die "Masse" an Rechtschreibfehlern in jedem Wikipedia Artikel bemängelt wurde. Allerdings wurde von Bildungsklick lediglich eine Stichprobe von 12 Artikeln für den Artikel berücksichtigt und die Ergebnisse dann hochgerechnet.

5 thoughts on “Brockhaus besser als Wikipedia?

  1. Naja, das solche Aussagen dann getroffen werden, wenn sie von einer breiten Öffentlichkeit aufgenommen werden könnne, ist ja wirklich nicht verwunderlich.
    Aber ich kann dem Herren durchaus zustimmen. Wenn man mal die Fakten und Informationen einiger Wikipedia-Beiträge mit anderen Quellen im Internet vergleicht, dann trifft man schon die ein oder andere Ungereihmtheit bzw. Fehlinformation an. Mir ist das vor kurzem erst bei der Recherche für eine Uni-Arbeit aufgefallen. Stellt sich nur die Frage, wie man den Standard von Wikipedia erhöhen könnte.

    Auf jeden Fall sollte man bei wichtigen Dingen, nicht blind auf Wikipedia vertrauen.

  2. Denke da ist jeder von uns gefragt. Fällt einem etwas falsches oder unstimmiges in Wikipedia auf, sollte man es berichtigen. Zur Not halt mal im Brockhaus nachschlagen *sfg*.

    Wikipedia ist halt nur so gut wie die Community die das ganze pflegt. Nur wenn alle mitarbeiten, eigene Beiträge einstellen und Fehler oder Wiedersprüche korregieren hat Wikipedia eine Chance ernstgenommen zu werden und sich über kurz oder lang zu einem wichtigen (und kostenlosen) Standard zu entwicklen.

    Wobei ich Rechtschreibfehler nicht wirklich als Maßstab sehe. Selbst im „perfekten“ Brockhaus kann man, wenn man nur danach sucht, Schreibfehler finden. Und … mal ehrlich, wenn ich wissen will, wie etwas geschrieben wird, schaue ich im Duden (oder nem anderen Wörterbuch) nach und nicht bei Wikipedia, Brockhaus oder Encarta … ;)

  3. Die Frage ist aber tortzdem, ab wann Wikipedia Einträge als anerkannte Quelle zählen. Bei Arbeiten in der Uni beispielsweise, braucht man im Moment noch gar nicht dran denken, im Literaturverzeichnis auf Wikipedia zu verweisen, das ist wie keine Quelle anzugeben.

  4. Das wird wohl eher Uni bzw. Dozentenbeding sein, weiß auf jeden Fall das es auch akzeptiert wird … wobei das mit Sicherheit auch Themenabhängig ist. Aber na ja, für ne Diplomarbeit zum Thema Quantenmechanik würde ich auch nicht wirklich Wikipedia zurate ziehen ;)

  5. Und zum Thema wann Wikipedia als anerkannte Quelle gilt, denke das wird mit der Zeit kommen, schließlich gibt es die freie Enzyklopädie erst seit gut 4 Jahren. Kommt Zeit, kommt Wikipedia ;)

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