Namensrecht ala Microsoft

Ein guter Name ist für Produkte alleine aus Marketinggründen wichtig. Doch was tun, wenn ein ähnliches Produkt mit dem angestrebten Produktnamen schon vor Jahren auf dem Markt gebracht wurde, dieses andere Produkt augenscheinlich aber nicht mehr beworben und vermarktet wird?

Nun, normalerweise

  1. sucht man sich einen neuen Namen oder
  2. man versucht den angestrebten Namen doch zu erhalten und einigt sich mit der Gegenseite oder
  3. man macht es auf die Microsoft-Art.

Als die Redmonder feststellten, dass der neue Name Windows Defender für die hauseigene AntiSpyware-Software schon vor rund 3 Jahren von einem Studenten für eine Software benutzt wurde. Da dieser die Software und den Namen aber nicht mehr aktiv bewirbt und vertreibt, könnte man meinen, Microsoft einigt sich gütlich mit dem alten Anbieter.

Weit gefehlt, die Softwareschmiede aus Redmond schickte gleich ein saftiges Anwaltsschreiben an den ehemaligen Studenten. In diesem wurde dieser aufgefordert, keine Software mehr mit den Wortteilen "Windows", "windows" oder "indows"anzubieten.

Keine Frage, als Rechteinhaber der Marke "Windows" steht dieses Vorgehen Microsoft auch zu. Ferner wird der Programmierer aber aufgefordert, den weiteren Vertrieb der Software "Windows Defender" einzustellen und alle Namensrechte daran an Microsoft abzutreten und das keine 2 Wochen bevor Microsoft mit der Umbenennung seiner Software zur Beseitigung von schädlicher Software an die Öffentlichkeit tritt.

Hm, täusche ich mich oder ist das nun wirklich nicht ganz die feine Englische … aber na ja .. also Software-Riese kann man sich das wohl erlauben ..