Kündigung des PREMIERE-Abos

Nach dem Verlust der Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga will so mancher Kunde des Pay-TV Anbieters Premiere seinen Vertrag kündigen und zum Konkurenten Arena wechseln. Einfacher gesagt als getan!

Zwar räumt der Bezahl-TV-Sender seinen Kunden, die das Paket „Fußball live“ abonniert hatten, ein Sonderkündigungsrecht ein, alle anderen schauen dagegen in die Röhre. Gerade Kunden, die nach dem Wegfall des Sport-Paketes vor einem Jahr auf das vermeintlich günstigere Paket „PREMIERE Super“ gewechselt haben, verweigert Premiere eine Kündigung wehement. Auch die Aussage, das die Fußball-Bundesliga der wesentliche Grund des Premiere Abonnements war und der Verlust der Bundesliga-Übertragungsrechte somit Premiere absolut nutzlos für den Kunden ist, veranlaßt den Bezahl-TV-Sender nicht zur Annahme der Kündingung.

Wir bestätigen Ihnen heute vertragsgemäß den 31.07.2007 als nächstmögliches Austrittsdatum. Im Abonnement PREMIERE SUPER ist die Fußball-Bundesliga kein wesentlicher Programmbestandteil. Der Wegfall rechtfertigt – laut unseren AGB – keine außerordentliche Kündigung des Abonnements.

bekommt man stattdessen zu hören. Nun kann man sich streiten, ob die Fußball-Bundesliga nun ein wesentlicher Bestandteil des Paketes ist, oder nicht, für Fußball-Fans zeigt sich der Sender auf jeden Fall keineswegs kulant. Zwar bietet Premiere seinen Kunden eine „Fairplay-Garantie“ für den Wegfall der Fußball-Bundesliga an, diese umfaßt allerdings lediglich die Möglichkeit, das der Kunde weniger zahlen muss oder in ein anderes Abo wechseln kann. Eine grundsätzliche Kündigung wird seitens Premiere aber ausgeschlossen.

Somit dürfte wohl viele der „noch“ Premiere Kunden zähneknirschend auf eine Saisson Bundesliga verzichten, da eine Doppelbelastung (Arena/Premiere) in der heutigen Zeit für die meisten wohl nicht tragbar ist und eine rechtliche Außeinandersetzung mit Premiere nicht in Frage kommt. Letztendlich verlieren Arena und die Bundesliga einige treue Fans und Premiere behält einige sehr verärgerte Kunden. Ist das Fair? Meiner Ansicht nach nicht.

Was bleibt ist die Hoffnung auf ein Einlenken von Premiere oder ein Gerichtsurteil, das den Verbrauchern in dieser Situation den Rücken stärkt.

Mehr dazu im Internet:

[1] Sat+Kabel: Verbraucherschutz: Premiere muss Kündigung schlucken
[2] Digitalfernsehen.de – Forums-Thread
[3] Stiftung-Warentest Streit um Kündigungsrecht
[4] Stiftung-Warentest Tipps fürs Kündigen
[5] Stiftung-Warentest Fairplay-Garantie gar nicht so fair
[6] Stiftung-Warentest Premiere-Kunden im Unklaren