Die spinnen, die Amis …

Aufgrund neuer Vorschriften, die den Handel mit gebrauchten CDs erschweren sollen, müssen Verkäufer in einigen Staaten der USA einen Fingerabdruck und eine Ausweiskopie abgeben.

Ok, Ziel ist klar, Hehlerei mit gestohlenen Gegenständen soll erschwert werden, aber muss man denn gleich solche Maßnahmen ergreifen? Hat ein US-Bürger nicht das Recht, mit seinen Sachen zu machen, was er will? Und überhaupt, seit CSI und Co. wissen wir doch alle, das man Fingerabdrücke auch „übertragen“ kann und so Unschuldige in irgendwelche obskuren Machenschaften mit reinziehen kann.

Zugegeben, das klinkt weit hergeholt und war auch eher ironisch gemeint, aber nicht von der Hand zu weisen ist die Tatsache, das so ein Vorgehen aus Datenschutzgründen sehr fragwürdig ist. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder Hinz & Kunz Fingerabdrücke abnehmen darf, nur weil jemand eine alte CD – die schon seit Jahren nicht mehr angespielt wurde – verkaufen möchte. Und wo ich gerade bei Hinz & Kunz bin, was ist denn dann mit ebay & Co.? Muss man dort dann demnächst auch seine Fingerabdrücke nebst Perso hinterlegen wenn man eine CD versteigern möchte?

Im Endeffekt werden solche Maßnahmen höchstens die „Märkte“ verschieben, nicht aber unterbinden. Aber vielleicht steckt in Wahrheit auch die Plattenindustrie dahinter, die lieber neue CDs verkaufen möchte, als einen Markt mit gebrauchter Wahre zu dulden, an der sie nichts verdienen kann? ;)

Nun ja, was soll ich sagen: Amerika halt … das Land der unbegrenzten Möglichkeiten … ;)