Safari für Windows = schweizer Käse?

Kaum wurde die Beta-Version des Safari-Browsers für die Windows veröffentlicht, da sind bereits zahlreiche Sicherheitslecks im neuen AppleWindows-Browser aufgetaucht:

  • Thor Larholm fand einen Bug, mit dem Angreifer beliebigen Programmcode ausführen und somit Kontrolle über ein fremdes Windows-System verschaffen können. Dazu reicht lediglich der Aufruf einer präparierte Webseite.
  • Auch Aviv Raff hat es geschafft, den Browser gezielt zum Absturz zu bewegen. Ob sich dadurch auch Schadcode ausführen lässt, ist bislang noch nicht bekannt.
  • Und David Maynor von Errata Security fand gleich sechs Schwachstellen, vier davon lassen sich für Denial-of-Service-Angriffe ausnutzen.

Angesichts des Apple-Versprechens, der Safari sei vom ersten Tag an sicher

[…] Now you can enjoy worry-free web browsing on any computer. Apple engineers designed Safari to be secure from day one. [….]

wirkt das Ganze wie ein Schlag ins Gesicht der Apple-Entwickler.

Zugegeben, der neue Browser ist noch in der Beta-Phase, aber vielleicht hätte sich Apple mit Aussagen über die Sicherheit des WinSafari vielleicht bis zur Final etwas zurückhalten sollen. Sicherheitslücken in Browsern werden in der heutigen Zeit gesucht wie Goldnuggets damals am Klondike River, das konnte Microsoft nach dem Release der neuen 7er Version des IE feststellen. Damals hat es zumindest noch 24 Stunden gedauert, bis die erste Sicherheitslücke publik wurde, bei Apple`s Safari für Windows waren es nur noch 2 Stunden und somit fast Rekordverdächtig.

Es bleibt abzuwarten, in wie Weit sich der entstandene Image-Schaden auf die Verbreitung des Browsers auswirken wird. Das es einer ist, brauche ich wohl nicht extra zu betonen.

[via Golem.de]

9 Comments

  1. Die Frage, die sich mir stellt ist: Lohnt sich der Umstieg vom FF auf Safari?
    Mal von den Bugs und der Beta abgesehen. Was setzen den AppleUser so ein?

  2. Für Webdesigner ist das Ganze auf jeden Fall sehr interessant, vorausgesetzt – wie schon gesagt – wenn die Anzeige Mac/Win Safari identisch ist.

    Ob man als FF User umsteigen sollte, muss jeder für sich selber ausmachen .. im Endeffekt ist es dann wohl eher auch ne Glaubensfrage .. ;)

  3. Da glaube ich an meinen FF :-D

  4. Die Frage ist Profi oder nicht Profi ….
    Die Frage ist 1 oder 2 Rechner …
    Die Frage ist will/möchte ich es …

    Das sind meine persönlichen denkanstöße…..

    Gruß Lars

  5. Es war strategisch meiner bescheidenen Meinung nach keine Glanzleistung, sich mit der Windowsverison von Safari derart weit aus dem Fenster zu lehnen. Apple macht super Hardware und ein hervorragendes OS. In einen eigentlich längst ausgefochtenen Browserkrieg einsteigen zu wollen ist einfach unnötig.

    @Mariusz: Apple User setzen Safari, Camino oder Firefox ein. Firefox ist unter Windows neben Opera nach wie vor die beste Wahl. Daran wird auch Safari nichts ändern.

  6. Kommt immer darauf an. Als Webdesigner/Webentwickler begrüße ich den Vorstoß von Apple … auch wenn die Ausführung vielleicht nicht das Gelbe vom Ei war.

    Interessant übrigens was Heise zu dem neuen Strategien von Apple sagt:

    Der Browser Safari soll wie iTunes die PC-Anhänger davon überzeugen, wie elegant und leistungsfähig Programme von Apple sind – und ihnen langfristig einen kompletten Wechsel zu den Computern von Apple nahe legen.

    Zu einem kompletten OS-Wechsel gehört in der Regel doch etwas mehr als ein netter Browser und eine nicht ganz so dolle Musiksoftware …

  7. Danke dir Andreas, genau das wollte ich wissen ;-)

  8. Natürlich. Aus der Sicht eines Webentwicklers ist es praktisch, auch die Safari Engine auf der Windowsmöhre zu haben. Für jeden anderen ist es lediglich “yet another browser”. Er bietet für Otto-Normal einfach keinen Mehrwert. Letztlich ist ein deutlicher Mehrwert das einzige Kriterium, nachdem User ihre liebgewonnene Software wechseln.

    Einen Browser (Safari vs. IE) und eine Musikabspielsoftware (iTunes vs. Mediaplayer) als “Verkaufsargument” für einen OS-Wechsel zu nutzen ist aber wirklich der falsche Weg. Beides ist schmückendes Beiwerk und kein elementarer Bestandteil eines OS. Abgesehen davon hat Apple es nicht nötig zu versuchen, MacOSX auf diese Weise zu mehr Marktanteilen zu verhelfen. OSX hat genug Vorzüge gegenüber Windows, wovon einige sicher Geschmackssache sind (Usability) und andere nüchterne Fakten (Coreaudio, Userkonzept, usw.). Das hat ja Microsoft in Teilen auch erkannt und bei Vista versucht nachzuziehen (Audioengine unter Vista, UAC).

    Es gibt zwei deutlich schwerwiegendere Punkte, die Apple beim Eintritt in den Massen-Massenmarkt im Wege stehen – so man ihn denn überhaupt insgesamt erobern will:

    1. Preis im Vergleich zu Konsumerware von der Stange
    —————————————————————————
    Auch wenn dieser Vergleich etwas hinkt: Appleprodukte sind meist etwas teurer als Fertigsysteme oder Einzelteile aus dem PC-Lager von der Stange. Das passt der “Generation Geiz-ist-geil” nicht ins Konzept.

    2. Spiele
    ————
    Das Softwareangebot im professionellen Umfeld in den über Jahre gewachsenen Vorzeigeprodukten im Bereich Grafik, Audio und Video ist unumstritten großartig.

    Ein großes Problem zeigt sich bei der Versorgung mit aktuellen Spieletiteln. Es gibt wenig Anbieter die überhaupt für OSX entwickeln / portieren. Meistens erscheinen die Titel – wenn überhaupt – sechs bis vierundzwanzig Monate später und sind dann natürlich preislich nicht mehr konkurenzfähig. Das dürfte einer der wenigen Gründe sein, warum “Bootcamp” geschaffen wurde. Vermutlich ist es “der” Grund.

    Anyway….I love my Mac! :)

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