8 thoughts on “Mister Wong ohne Mister Wong

  1. Die spinnen, die Amis.

    Hat sich je ein Inder beschwert, dass Milka’s (Deppenapostroph!? ;)) Markenzeichen eine lila Kuh ist und das ihre Heiligkeit verletzt.

    Hat je ein Afrikaner verlangt, dass Ärzte auch international keine weiße Kleidung tragen dürfen. Diese gilt dort unter den Medizinmännern als „Hexerkleidung“?

    Ich verstehe nicht, was an einem lächelnden Avatar rassistisch sein soll. Und sowas kommt aus einem Land, dass bis in die 60er Jahre den Rassismus öffentlich Pflegte und bis heute noch nicht vollständig frei von dem Gedankengut der „Sklavenhaltung“ ist.

  2. Eigentlich ist der Protest amerikanisch Nutzer gegen das Mister Wong Logo nicht verwunderlich. Wenn man sich die Political Correctness Debatte in den USA anschaut ist der Vorwurf das Logo sei rassistisch, vor diesem Hintergrund nur logisch und konsequent.

    So Paradox oder unsinnig das vielleicht für uns Europäer sein mag, in Amerika hat Political Correctness viele Teile des gesellschaftlichen und politischen Lebens negativ oder positiv beeinflusst.

    Political Correctness umfasst ein wirres Spektrum verschiedener Ideologien, Reformbewegungen und Utopien. Daher ist es auch ziemlich schwierig den Begriff exakt einzugrenzen. Denn meisten Definitionen ist gemeinsam, daß sich „Political Correctness“ mit Fragen zu Geschlecht, ethnischer oder nationaler Herkunft, Rassen und Religionszugehörigkeit und anderen persönlichen Merkmalen und Folgen für den Einzelnen auseinandersetzt.

    Ein wesentlicher Bestandteil von PC ist die Reformierung der Sprache. Ziel ist dabei, beleidigende oder diskriminierende, wie sexistische oder rassistische, Äußerungen zu vermeiden. Logos sind ja oft auch eine Form der Bildsprache. Vor diesem Hintergrund ist der Vorwurf das Logo sei rassistisch vielleicht nachvollziehbar, für uns Europäer aber schwer zu verstehen.

    Hier hätte die Geschäftsführung von Mister Wong (construktiv GmbH) nicht nur aus dem Blickwinkel des Marketing den amerikanischen Markt sehen sollen. Märkte lassen sich halt nicht immer nur in Zahlen messen.

  3. prinzipiell ist es ja so, dass man manchmal mit äußerungen o.ä. in den bereich des rassistischen gerät, auch wenn man das gar nicht beabsichtigt. sobald sich jemand diskriminiert fühlt, sollte man auf jeden fall sein verhalten reflektieren.

    dass in diesem fall allerdings beschwerden aus den usa kommen, deren einwohner generell zu extremen neigen, wundert mich nicht. da ist die eine hälfte rassistisch aus überzeugung, und die andere hälfte meint das ausgleichen zu müssen, indem sie jedes falsche husten als rassismus anprangert.

    ich habe kein problem mit mr wong, und solange das kein asiate anders sieht, gibt es eigentlich keinen grund, das logo zu verbannen. andererseits habe ich verständinis für die defensive reaktion der wong-leute.

  4. @Peter
    Na ja, aber wer von Mister Wong hatte in der Startphase schon an eine Expansion in die USA gedacht? Ich vermute niemand … und auch wenn, das Logo/die Marke haben Sie bestimmt nicht auf irgendwelche „Unstimmigkeiten“ abgeklopft – mal abgesehen von den üblichen Verdächtigen wie Markenrecht etc.

    @Herschel
    Da lag doch aber der Knackpunkt, gerade weil sich amerikaner asiatischer Herkunft darüber aufgeregt haben, ist diese Diskussion ja entstanden.

    @all
    Is halt alles net so einfach …. aber zum Glück kann man über alles Reden.

  5. okay, ich hätte vielleicht mal dem link folgen sollen…

    naja, in diesem falle finde ich es gerechtfertigt, dass das männchen rausgenommen wurde. auch wenn ich es schön fand, können letztendlich nur asiaten entscheiden, ob es rassistisch ist, oder nicht.

  6. > Na ja, aber wer von Mister Wong hatte in der
    > Startphase schon an eine Expansion in die USA gedacht?

    Diese Frage stellt sich nicht. Ein Angebot in’s Internet zu stellen ist implizit interational.

  7. Tja, sollte man meinen, aber mal ehrlich, wer denkt schon international, wenn zunächst nur der deutschsprachige Raum abgedeckt werden soll?

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