Mehr als nur ein „like“

Wer kennt sie nicht, die inzwischen auf immer mehr Seiten anzutreffenden „Like“ Buttons des Sozialen Netzwerkes Facebook. Auch ich hatte bis vor ein paar Minuten ein WordPress PlugIn installiert, dass die „Like“-Funktion sehr einfach in WordPress integriert. Bislang fande ich dieses PlugIn auch sehr nett – bot es doch eine komfortable Möglichkeit, Blog-Inhalte in das Sozial Netzwerk zu pushen … oder besser pushen zu lassen.

Doch nach dem ich bei blog.hamburg.de das hier gelesen habe, hab ich kurzerhand entschlossen, das PlugIn wieder zu deaktiviert:

Wieso? Dass Facebook mittels der „Like“-Funktion Daten der User sammelt, die auf den Button klicken, sollte klar sein – sonst könnten sie den Klick ja auf der Plattform selber nicht verwerten. Allerdings geht Facebook anscheinend noch weiter: es werden nicht nur die Daten der User gesammelt, die auf den Button klicken sondern von jedem, der eine Seite mit „Like“-Button besucht und gleichzeitig bei Facebook angemeldet ist.

Das heißt im Klartext: Zuckerberg und Co. können theoretisch ein Bewegungsprofil von Facebook-User für jede Seite erstellen, auf der ein „Like“-Button eingebunden ist. Glaube kaum, dass das im Sinne des Erfinders, geschweige denn im Sinne der PlugIn Entwickler ist – diese haben schließlich Ihre Energie und Zeit in z.B. ein WordPress PlugIn gesteckt und Informationen wie diese können ihre Arbeite dann sehr schnell ins Abseits drängen.

Den hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationssicherheit hat blog.hamburg.de im übrigen schon informiert. Bleibt abzuwarten, was dabei raus kommt … vermutlich weniger als erhofft …

[via blog.hamburg.de]