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ASUS WL-500g premium und OpenWRT – Part II

Im ersten Teil dieses kleinen How-To – oder besser Erfahrungsberichtes – ging es um den grundsätzlichen Austausch der Firmware auf meinem ASUS-Router “Asus WL-500GP Broadcom RTL”
. Der 2. Teil beschäftigt sich nun mit NTP und dem Einbinden einer USB-Festplatte.

NTP-Client

Um die Zeit auf dem Router aktuell zu halten, sollte zunächst erst mal ein NTP-Client via Webfrontend “System->Settings” installiert werden. Wem noch der eine oder NTP-Server fehlt, sollte sich diese Liste einmal anschauen. Das ganze kann man natürlich auch via SSH auf der Console machen:

ipkg install ntpclient
CET-1CEST-2,M3.5.0/02:00:00,M10.5.0/03:00:00

USB-Laufwerk

Um ein USB-Laufwerk einzubinden, benötigt man zunächst die entsprechenden Kernel-Module für USB und das Dateisystem (hier EXT3):

ipkg install kmod-usb2
ipkg install kmod-usb-storage
ipkg install kmod-ext3

Alternativ kann aber auch VFAT (ipkg install kmod-vfat) bzw. EXT2 (ipkg install kmod-ext2) als Dateisystem installiert werden oder USB1.1 (ipkg install kmod-usb-uhci anstatt ipkg install kmod-usb2)

Sind alle Module installiert, muss noch die Datei “/etc/modules.d/60-usb-storage” verändert werden, in dem die scsi_mod-Zeile (falls vorhanden) durch “scsi_mod max_scsi_luns=8” ersetzt wird. Nun einfach den Router neu starten. Danach sollten alle Module automatisch geladen werden.

Um die Festplatte nun partitionieren zu können, benötigt man fdisk und e2fsprogs:

ipkg install fdisk
ipkg install e2fsprogs

Soll zudem noch eine SWAP-Partion angelegt werden, muss auch noch das Paket swap-utils auf dem Router installiert werden. Nun geht´s eigentlich wie von selbst, mit fdisk <device> legt man seine gewünschten Partitionen an, erzeugt mittels mke2fs -j <partition> das Dateisystem und bindet diese dann, ganz “Linux like” mit mount im System ein, also z.B.:

mount /dev/scsi/host0/bus0/target0/lun0/part1 /mnt

Die SWAP-Partition erzeugt man, falls benötigt mit mkswap und bindet diese dann mit swapon ins System ein. Damit die Partitionen bei jedem booten automatisch eingebunden werden, reicht es, diese zunächst in der Datei /etc/fstab einzutragen und dann mit dem kleinen Script /etc/init.d/S10mount

#!/bin/sh
#
# Mount script
#

if [ -f /etc/fstab ]; then
## switch on swap spaces
swapspaces=`grep swap /etc/fstab | awk{ print $1 }`
for i in $swapspaces; do
echo -n “adding swap space $i… ”
swapon $i
echo ” done.”
done

## just mount everything els
echo -n “mounting all filesystems… ”
mount -a
echo ” done.”
else
echo “fstab not found!
fi

automatisch bei jedem Neustart des Systems einzubinden. Werden die Partitionen nicht automatisch in das System eingebunden, reicht die kleine Zeile

/etc/init.d/S10mount &

in der Datei /etc/init.d/custom-user-startup und schon sollte auch diese Problem behoben sein.

ASUS WL-500g premium und OpenWRT

Da sich mein “Router-Server” zu hause leider nun endlich das Zeitliche gesegnet hat, musste ein Ersatz her. Meine Wahl viel auf den “ASUS WL-500g Premium“, – eine entsprechende Firmware vorausgesetzt – eine eierlegende Wollmilchsau unter den Routern:

  • WAN: 1x 100Base-TX
  • LAN: 4x 100Base-TX
  • WLAN: 802.11b/802.11g
  • 2x USB 2.0 (z.B. für eine USB-HDD und Drucker oder WebCam)

Der einzige Kritikpunkt, den der Router hat war die Firmware, aber diese lässt sich dort glücklicherweise austauschen. Meine Wahl viel auf OpenWrt bzw. auf X-Wrt, da sich diese Distribution mittels des, an Debians apt-get angelehnten, Paket-Managers ipkg mit diversen Paketen leicht erweitern lässt.

Um die neue Firmware zu installieren benötigt man lediglich das ‘Firmware Restoration Tool’, welches sich auf der mitgelieferten CD befindet, sowie ein aktuelles Image der Firmware seiner Wahl.

Bei OpenWTR hat man die Möglichkeit zwischen dem WhiteRussian- und dem Kamikaze-Zweig zu wählen. Meine Wahl viel auf die aktuelle Version 7.0.7 aus dem Kamikaze-Zweig. Zwar befindet sich die Web-Oberfläche X-Wrt dort noch in einem Beta-Status – ein bischen sollte man sich daher mit Linux und der Console auskennen – allerdings hat Kamikaze ein paar Vorteile wie z.B. Config-Files im Ordners /etc.

Das Aufspielen der neuen Firmware ist allerdings relativ einfach. Zunächst müssen die “ASUS Wireless Utilities” installiert und dann das Tool “Firmware Restauration” gestartet werden.

Firmware Restauration

Hier nun das heruntergeladene Firmware-Image auswählen und auf “Hochladen” klicken, dann den Router kurz vom Strom trennen und beim Einstecken des Netzsteckers die kleinen Taste ‘Restore’ direkt neben dem Stromanschluss drücken. Alles weitere passiert dann automatisch und der Router sollte mit der Systemwiederherstellung beginnen.

Wenn nicht, einfach den letzten Schritt noch einmal durchführen.

Nach ein paar Minuten sollte sich dann der Router automatisch neustarten und man hat über die URL 192.168.1.1 Zugriff auf die Weboberfläche von openWRT. Alternativ kann man sich aber auch z.B. über Putty direkt per SSH an dem Router anmelden.

Nach dem ersten Login sollte man auf jeden Fall zuerst ein Passwort für den Root-Zugriff vergeben, ansonsten hat man ein Scheunentor bei sich im Arbeitszimmer stehen, was mit Sicherheit nicht im Sinne des Erfinders liegt.

Und nun? Antwort coming soon im Teil II dieses kleinen HowTo´s!